Referenzen

Wenn die Post geflogen kommt

Parcelcopter im Landeanflug zum SkyPort
Parcelcopter im Landeanflug zum SkyPort
Entkoppelung des Nutzlastbehälters
Entkoppelung des Nutzlastbehälters
Be- und Entladung durch Manipulator
Be- und Entladung durch Manipulator
PreviousPrevious NextNext

DHL Parcelcopter SkyPort – Vision für bessere Logistik

Drohnen sind heute keineswegs mehr bloß fliegende Prototypen für die technischen Möglichkeiten von morgen. Schon jetzt kommen sie in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz und ermöglichen Vorteile, die vor Jahren noch kaum jemand für realisierbar gehalten hat. Besonders beim Warentransport wird mit den Drohnen nicht nur auf die gestiegenen logistischen Anforderungen reagiert – die kompakten Fluggeräte eröffnen auch gänzlich neue Chancen für den Transport.

Der Boom des Online-Handels sowie neue Konzepte wie „Same Day Delivery“ oder der Versand von Lebensmitteln, Medikamenten oder Haushaltswaren stellen die Logistikunternehmen vor neue Herausforderungen. Dabei geht es darum, Transportdienstleistungen nicht nur in urbanen Ballungsräumen, sondern bundesweit in der gleichen Schnelligkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit anbieten zu können. Der neue DHL-Parcelcopter ist eine der Lösungen, die dabei helfen soll. Die von Polygon und DHL entwickelte Übergabestation des Paketkopters – der Parcelcopter SkyPort – und das gemeinsam mit der RWTH Aachen entwickelte Fluggerät der DHL ist ein Prestigeprojekt und weitaus mehr als nur eine Vision.

Die Vorgängerversion des aktuellen Paketkopters wurde bereits 2014 für den autonomen Medikamententransport vom norddeutschen Festland auf die Insel Juist erfolgreich erprobt. Mit der nächsten Erprobungsstufe soll das Konzept auf Bergregionen übertragen und um einen automatisierten Be- und Entladeprozess ergänzt werden — eine Herausforderung für das Team von Polygon, das übrigens nicht umsonst 2015 von Wissenschaftsmoderator Rangar Yogeshwar mit dem TOP 100 Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge im deutschen Mittelstand ausgezeichnet wurde.

Vollständige Automatisierung durch technische Raffinesse

Die besondere Herausforderung bestand darin, den Paketkopter in ein vollautomatisches Warenübergabe-System zu integrieren. Dabei mussten Lösungen gefunden werden, die zugleich innovativ und praktisch umsetzbar waren. Erst dann konnten die verschiedenen Vorgänge automatisiert werden: Das Aufnehmen des Paketkopters bei der Landung, die anschließende genaue Positionierung, das Aus- und Einkoppeln der Nutzlastbehälter für die Pakete samt Zwischenlagerung mit gleichzeitigem Laden der Akkus sowie die Ein- und Ausgabe der Pakete an die Kunden vor der Station. Alle Prozesse wurden so konzipiert, dass sie vollständig automatisiert ablaufen. Zusätzlich waren die extremen alpinen Wetterbedingungen vor Ort in der Bergregion eine weitere Anforderung. Der Paketkopter musste vor dem Start in den Wind gedreht werden und nach der Landung samt der Landefläche vor den Witterungseinflüssen geschützt werden. Mit Einsatzbereitschaft und frischen Ideen hat Polygon für jede Schwierigkeit die passende Lösung gefunden und konnte die Herausforderungen meistern.

Fortschritt aus partnerschaftlichen Lösungen und Flexibilität

Die Lösung der Experten, die bereits fundierte Erfahrung in der Entwicklung von Schnittstellen für die automatisierte Logistik besitzen, ist eine Kombination aus erprobten Verfahren und raffinierten Neuentwicklungen. Neben den mechanischen Systemen entwickelte Polygon auch die Steuerungselektronik und die dazugehörige Software. Wegweisend für den Erfolg des Projektes war natürlich auch das partnerschaftliche Engagement mit der RWTH Aachen. Wie lange es noch dauern wird, bis wir den Paketkopter tatsächlich nicht nur in extremen Gebirgs- oder Meeresregionen sehen werden, ist noch unklar. Klar ist jedoch: Wenn es denkbar ist, ist es für Polygon auch machbar.